Engagiert für LGBT


Meine Forderungen für die kommenden Jahre:

 

- Bekämpfung von Homophobie gegenüber LGBT

- vollständige Gleichstellung in allen Bereichen

- Aufklärungsarbeit an den Schulen und Öfnung der Altenhilfeeinrichtungen

- Etablierung einer Beratungs- und Begegnungsstätte für Regenbogenfamilien

- Schaffung eines Lesbenzentrums

- Unterstützung unserer Freundinnen und Freunde in Kiew in ihrem Kampf gegen Gewalt

und Ausgrenzung, für Respekt und Akzeptanz

 

Gleichstellung ohne Wenn und Aber!


 

 

Kiew Pride: March of Equality im Mai 2013

 

 


Lesben, Schwule, Transgender und Bisexuelle (LGBT) in München: liberal, bunt, vielfältig dank grün-rosa Erfolgsmodell.


Thomas Niederbühl und Lydia Dietrich gelten in der Münchner LGBT Szene als das schwul-lesbische Erfolgsmodell. Das ist richtig und gut so!

Denn nur die Zusammenarbeit von Grünen mit Rosa Liste garantiert eine aktive, engagierte Politik für Gleichstellung und gegen Diskriminierung von LGBT in München.

Diskriminierung ist in der Lebenswelt von Lesben, Schwule und Transgender allgegenwärtig. Besonders deutlich und dramatisch zeigte sich die Situation beim Oktoberfest 2010. Hier wurden insbesondere schwule Männer von Sicherheitskräften massiv diskriminiert und mit gewalttätigen Aktionen verletzt. Die Anzeigen von Betroffenen in der grünen Fraktion waren massiv, entsprechend groß war auch der Handlungsbedarf.

Auch wenn die meisten Wienswirte versuchten, die Probleme zu verharmlosen, zeigte sich letztendlich doch eine Einsicht, die Schulungen des Sicherheitspersonals auf lesbische und schwule Gäste zu erweitern. Dies zeigte Wirkung, seit 2012 sind keine Übergriffe mehr gemeldet worden.

Gewalt gegen LGBT war auch ein heißes Thema bei Auftritten von sogenannten Hassmusikern. Wiederholt traten im Backstage und vereinzelt auch in anderen Veranstaltungshallen Musiker aus der jamaikanischen Reggae Szene auf (Sizzla, Bounty Killer usw.), die in ihren Texten zu Mord und Gewalt gegenüber Lesben und insbesondere schwulen Männern aufrufen. Ein Verbot dieser Auftritte konnten wir leider nicht durchsetzten, allerdings war bei den Auftritten immer Polizei oder Kreisverwaltungsreferat und das Jugendamt vor Ort. Darüber hinaus mussten die Musiker unterschreiben, entsprechende gewaltverherrlichende Texte nicht zu singen. Leider zeigten sich Veranstalter oft uneinsichtig und argumentierten mit der Kunstfreiheit.

Wie kann aber Kunstfreiheit über den Schutz und die Gewährung von existenziellen Menschenrechten und der Menschenwürde gestellt werden? Ein von uns beantragtes Stadtratshearing zu dem Thema zeigte deutlich die Dimension des Hasses gegenüber LGBT von Musikern vieler Richtungen, nicht nur der Reggaeszene. Mittlerweile konnte gemeinsam erreicht werden, dass es Einreiseverbote gibt, dass Texte als Jugendgefährdend auf den Index gestellt werden und das alleine die Ankündigung einer politischen Initiative von uns zu Absagen solcher Konzerte durch die Veranstalter führte.

Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Situation der Jugendlichen, denn sie sind besonders gefährdet. Nicht nur dass die Suizidrate lesbisch-schwulen Jugendlichen 4 mal so hoch ist wie bei heterosexuellen Jugendlichen, sondern auch weil sie im Coming Out ganz besonders verunsichert sind und Diskriminierungen und Intoleranz wesentlich stärker wirken. Sie brauchen ganz besonders unsere Unterstützung. Daher haben wir beantragt dass die Einrichtungen der Jugendhilfe sich der Thematik öffnen und entsprechend ihr Personal schulen.

Ein wenig beachtete Gruppe sind die Intersexuellen, immerhin sind es huntertausende in Deutschland. Sie werden meist von ihren Eltern in eine Geschlecht gezwungen ohne dass sie selbst bestimmen können ob sie männlich oder weiblich sein wollen und können. Wir wollen dazu mehr Aufklärung und fordern, dass Intersexuelle selbst entscheiden müssen.

Um die Sichtbarkeit von Lesben in München zu erhöhen haben wir beantragt, dass es einen Schwerpunkt Lesbenpolitik in der Arbeit der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen gibt. 20111 wurden entsprechend zahlreiche Aktionen, Ausstellungen, Hearing, Fachgespräche durchgeführt mit dem Ziel lesbisches Leben in München bekannter, sichtbarer zu machen. Gerade Lesben werden oft doppelt diskriminiert, als Frau und als Lesbe, daher braucht es hier eine besondere Aufmerksamkeit.

Die umfassende Infrastruktur der LGBT Szene in München ist das Produkt grün-rosa Engagement. Aber noch nicht genug. Wir haben die Koordinierungsstelle mit mehr Personal aufgestockt, da aufgrund der starken Nachfrage an ihre Grenzen gekommen ist.

Wir haben auch dafür gesorgt und die Finanzierung sichergestellt, dass das SUB (Schwules Kommunikationszentrum) in neue Räume ziehen konnte. Ebenso haben wir die Finanzierung von neuen zusätzlichen Räumen für LeTra sichergestellt und das Jugendzentrum Diversity mit mehr Finanzmittel ausgestattet.

Lesben und Schwule sind als Zielgruppe für einige Sparten mittlerweile hoch attraktiv, so z.B. für die Werbung (insbesondere schwule Männer) aber vor allem für den Tourismus, denn LGBT reisen gerne. Daher haben wir eine Studie beantragt in der das touristische Potential der LGBT Community untersucht werden soll.

Wie sehr sich München gegenüber LGBT dank grün-rosa Poltik geöffnet hat, zeigt sich spätestens jährlich beim CSD. Die CSD Party im Rathaus ist mittlerweile zum Partyhigligt in München geworden.

Erinnern wir uns daran, dass die erste Party 2003 noch gegen den erbitterten Widerstand der CSU durchgesetzt wurde. Der neue liberale Anstrich der CSU ist eben nur ein Anstrich. Auch wenn die CSU mittlerweile fast alle grün-rosa Initiativen mit beschließt, so heißt das noch lange nicht, dass die CSU für eine aktive Gleichstellungspolitik für LGBT steht.

Ein Herzensthema war und ist die Unterstützung der LGBT in Kiew.

2012 sollte der erste CSD in Kiew stattfinden, Sascha Hübner vom SUB und ich waren als offizielle VertreterInnen Münchens dorthin gereist um unsere MitkämpferInnen zu unterstützen. Vorher beantragten wir im Stadtrat eine Resoltution zur Unterstützung der Bewegung in Kiew, die fast einstimming angenommen wurde.

Leider musste der CSD abgesagt werden, da uns ca. 1000 Gegendemonstranten, Rechtsradikale, orthodoxe Kirchenanhänger und Kosaken entgegenkamen und die Politzei nichts unternahm um uns (ca. 50 Personen) zu schützen.

Die Situation der LGBT in Kiew ist geprägt von massiven Menschenrechtsverletzungen, Willkür und Gewalt.

Aus dieser Reise heraus bildetet sich in München eine Szenekooperation Munich Kiew Queer, die unglaublich engagiert und aktiv arbeitet.

In monatelangen Vorbereitungen haben wir es alle gemeinsam geschafft, dass es 2013 zum ersten mal in der Ukraine, in Kiew einen March of Equality gab. Eine Stadtratsdelegation, 20 Mitglieder der Szenekooperation, internationale VertreterInnen, deutsche und holländische Botschaft usw. unterstützten uns aktiv und nahmen am March teil. Die Polizei schütze uns uns so konnte der große Erfolg gefeiert werden.

Jetzt heißt es weiter machen. Seit rund 1 Jahr finden regelmäßig Veranstaltungen, Ausstellungen mit und von unseren Freundinnen und Freunden aus Kiew in München statt. Eine Kooperation, eine Freundschaft ist entstanden, die vieles bewirkt hat und noch vieles was unglaublich schien und scheint bewirken wird: Rechte für LGBT sind Menschenrechte!


 


Fehlermeldungen
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Nummer: 8192
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Zeile: 62